Sex im Internet: Digital herrscht Damenwahl

Online-Dating für verheiratete stabile Herbstblues

Als Vagabondage oder Libertinage bezeichnen Soziologen die älteste Sache der Welt: Mann mit Frau sucht Frau mit Mann. Eine Affäre lässt so sich viel leichter verbergen. Doch die neuen Möglichkeiten beleben auch alte Tugenden: Gefällige Manieren, geschmeidige Höflichkeit und andere soziale Fähigkeiten seien enorm wichtig, wenn es darum geht, die Höhen und Tiefen dieser ungewöhnlichen Zusammentreffen abzufedern. Der Mangel an guten Manieren ist laut Catherine Hakim der wichtigste Grund für das Scheitern der Männer: Halbherzig bis lächerlich präsentieren sich viele Männer auf Dating-Websites. Dating-Websites, die sich speziell an Verheiratete und andere in festen Beziehungen lebende Menschen wenden, schaffen einen neuen und in den letzten Jahren rasch wachsenden amourösen Spielplatz für Erwachsene, umriss Catherine Hakim ihr Forschungsthema in einem Vortrag vor rund einem Jahr am Wissenschaftszentrum Berlin. Mit ihrem Forschungsvorhaben habe sie sich dann später auf den Markt der Seitensprung-Portale konzentriert, in dem sehr versteckt agiert werde. Niemand redet darüber, niemand gibt zu, eine Affäre zu haben.

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Hamburg Hamburg ots. In der ElitePartner-Studie wurden über 7. Demnach haben drei Viertel der Paare mindestens einmal im Monat Sex, jedes vierte Paar sogar öfter pro Woche. Und die sexuelle Zufriedenheit? Die ist im ersten Beziehungsjahr am höchsten - und hängt signifikant mit Sexhäufigkeit und Beziehungszufriedenheit zusammen, wie statistische Analysen zeigen. Damit ist belegt: Wer häufiger Sex hat, ist auch all the rage seiner Beziehung zufriedener. Sex-Muffel sind Allgemeinheit Deutschen nicht. Vier von zehn Paaren zwischen 18 und 69 Jahren landen mindestens einmal pro Woche im Bett. Ein weiteres Drittel 35 Prozent vergnügt sich zwar nicht jede Woche, aber zumindest einmal oder mehrmals im Monat.

Studie belegt: Wer häufiger Sex hat ist auch in der Beziehung zufriedener

Das ergab eine Umfrage unter rund Deutsche Forscher bewerten dieses Resultat allerdings zurückhaltend. In den USA verbringen der Studie zufolge Männer fast zehn Prozent und Frauen inzwischen 6,5 Prozent ihrer Freizeit online. Allein schon diese starke Präsenz erklärt den Flirt-Faktor im Netz, den die vielen Dating-Plattformen nutzen. Rund 45 Prozent der Ehepaare, die sich online fanden, lernten sich demnach über solche Anbieter kennen. Rund 20 Prozent kamen über Soziale Netzwerke in Kontakt, gegliedert weniger über Chatrooms neun ProzentOnline-Communities sechs Prozent oder Spiele-Seiten drei Prozent. Weithin abgeschlagen auf dem letzten Platz landeten übrigens sogenannte Blind Dates zwei Prozent. Neben einem zufälligen Zusammentreffen in Bars zählten die über Kontaktanzeigen oder Agenturen vermittelten Blind Dates damit zu den am wenigsten vielversprechenden Arten, einen langjährigen Partner zu finden, betonen die Psychologen John und Stephanie Cacioppo von der Universität Chicago und ihre Mitautoren.

Sex im Internet: Digital herrscht Damenwahl - tipBerlin

Nach dem Treffen auf Partys gemeinsamer Freunde, in Bars und Clubs rangiert das Internet auf Platz drei der Orte, an denen sich Liebende zuerst treffen. Es gibt Dating-Apps, die fast jeder unter Jährige auf seinem Handy boater. Kritiker warnten einst vor Vereinsamung Sparbetrieb Netz - inzwischen glauben die Experten, dass durch digitale Kommunikation sogar mehr Intimität entsteht. Heller: So jetzt muss ich mich aber registrieren, wahrscheinlich. Wir brauchen dein Foto, deinen Namen und dein Alter. Ja, Foto hatten wir ja schon..

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